Montag, 22. Juni 2009

Ähnlichkeiten sind rein zufällig


Kairoer lieben ihre Autos. Sie müssen ihre Autos lieben. Sonst würden sie damit nicht den ganzen Tag die Strassen verstopfen.

Im Stadtbild sieht man alle Autos, die in den letzten 40 Jahren in Europa hergestellt wurden. Vom Hummer bis zum Polski Fiat hat mich in den letzten drei Wochen so ziemlich alles angehupt, was irgendwie noch rollen kann. In Erhaltungszuständen von "brandneu" bis "Tesafilm und Gottvertrauen halten uns zusammen".
Ein Auto habe ich allerdings in Kairo vermisst, den Smart. Wahrscheinlich denken sich die Kairoer "Wenn ich mir schon ein Auto leisten kann, dann auch bitte ein Richtiges!"
Vielleicht fahren die Kairoer auch Smart, sie lassen die Dinger aber nicht auf der Strasse stehen, sondern nehmen sie mit in die Wohnung und hängen sie an die Flurgarderobe. Theoretisch könnte man in Kairo Smart fahren, sooo tief sind die Schlaglöcher nämlich gar nicht. Und wenn mal einer in den Nil fällt, kein Problem. Die Dinger sind ja hauptsächlich aus Plastik, und die leeren Plastikflaschen dümpeln auch alle am Nilufer.

Auf einem Spaziergang in Zamalek habe ich ihn gesehen. Meinen ersten Smart in Ägypten.
Dachte ich. Dann dachte ich an eine Fata Morgana.
Nein, viel schlimmer. Die Chinesen kommen, und sie sind verzweifelt. Das sieht man daran, dass sie inzischen sogar den Smart kopieren. Es hat dann zwar einen Frontmotor und vier Sitze, sieht ansonsten dem rollenden Buntglasontainer, der glaubt ein Mercedes zu sein, sehr ähnlich.

Wahrscheinlich hat sich der mutige Ägypter, der dieses Prachtstück gekauft hat, sich auch gedacht: Hauptsache es rollt und die Hupe geht...

Eigentlich wundert es mich, das die Chinesen die Pyramiden noch nicht nachgebaut haben. Vielleicht in einer anderen Farbe, dafür innen klimatisiert.

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