Dienstag, 16. Juni 2009

Bergfest

Heute bin ich seit 14 Tagen in Kairo, wir können heute Bergfest feiern.
Es ist schon erstaunlich, wie schnell man sich an eine neue Umgebung gewöhnen kann. Gestern Abend fiel mir zum Beispiel auf, dass es kühler als die anderen Abende war. Es werden wohl unter 30 Grad gewesen sein.
Auch kann ich Unterschiede in der Verkehrsdichte wahrnehmen, der Kairoer Verkehr ist nicht mehr eine Wand voller Chaos, die sich vor einem auftürmt. Außerdem kann ich jetzt die Strasse in fließendem Verkehr überqueren, ohne mir dabei in die Hosen zu machen.

Seitdem Goethe durch Italien getrampt ist, gibt es den Satz "Reisen bildet". Was habe ich in Kairo bis jetzt gelernt? Ich weiß wie man langweilige Museen einrichtet, wo Raubritter wohnen, dass nicht jedes Restaurant eine Speisekarte braucht. Bei Gebäuden hat sich der Lehrsatz herausgeprägt: Je hässlicher, desto Hilton. Der klassische Basar und moderne Shopping-Malls können nebeneinander existieren. Wobei ich auf die Malls verzichten kann.
Ich habe die Pyramiden von Gizeh erlebt, war in der moslemischen Altstadt. In der Stadt waren wir ziemlich viel unterwegs. Immer gut bewacht.

Es gab Enttäuschungen: Die U-Bahn, man kann sie einfach nur als "deutsch" bezeichnen. Zu perfekt für dieses Stadt.
Supermärkte, es gibt Filinchen und Nutella. Aber Petra sagt, dass man Nutella auch in der Antarktis kaufen kann. Spätestens dann, wenn dort ein deutsches Generalkonsulat eröffnet.

Wir haben noch einige Themen auf unserer Besuchsliste. Petra hat noch nicht alle Kirchengutscheine eingelöst. Durch das Einlösen eines Kirchengutscheines kann sie mich zum widerspruchsfreien Besuch eines Gottesthauses zwingen. Die Gutscheine sind universell für alle Religionen gültig und verfallen zum Ende der Reise.
Außerdem steht hier noch ein Satz Pyramiden rum, den wir noch nicht besichtigt haben, nämlich die Pyramiden von Sakkara.

Ausserdem wird in unserer Wohnung bestimmt noch einiges passieren. Ich warte gerade auf den Klimaanlagenägypter, der aus meinem Zimmer wieder ein Arbeitszimmer macht.
Er kann sich dann auch gleich um die Elektrik kümmern. Unser Toaster verteilt nämlich Stromschläge. Wenn man dann zum Sicherungskasten gehen will, dann stellt man fest, dass die Metalltür des Sicherungskastens sich mit dem Toaster solidarisiert hat. Sie steht auch unter Strom.
Dafür benehmen sich der Abfluß und das Kühlmonster. Es könnte schlimmer sein.

Nachher bekommt der Bawab sein Bakschisch, dann kümmert sich vielleicht jemand um den Schlund zu Hölle. Der ist nämlich verstopft. Ich war es nicht!

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