Dienstag, 23. Juni 2009

Koshary 2.0


Ich hatte es dem Kellner angedroht, wir kommen wieder.
Und wir waren noch einmal Koshary essen. Wieder zu einem Preis, der jeder Beschreibung spottet. Wir mussten wieder in den zweiten Stock, weil dort der Kellner arbeitet, der englisch spricht. Dort bekamen wir wieder die gleichen Plätze zugewiesen. Essen, Getränke und Nachtisch waren auch identisch, die Summe der Rechnung auch.
Und täglich grüßt das Murmeltier.
Weil auch wieder unsere Sorgen, ob man von so einem kleinen Teller Nudeln, Reis und Linsen, übergossen mit Tomatensauce, Kichererbsen und Röstzwiebeln satt werden kann, sich als unnötig herausstellten.
Diesmal hatten wir allerdings einen Fotoapparat mit, so kann ich das einmalige Äußere dokumentieren.
Noch skurriler wird der Laden, wenn man die Umgebung betrachtet, eine Strasse, in der sonst nur Autowerkstätten sind, die die Fahrzeuge auf der Strasse reparieren.

Der Erlebnisfaktor dieses Ladens ist höher als beim Ägyptischen Museum, und man wird auch noch satt. Zwei Personen zum Preis einer halben Eintrittskarte.

Wenn man sich das Bild genauer anschaut, dann sieht man, das "Abou Tarek" auch "Abo Tarek" geschrieben wird. "Abu Tarek" wäre auch korrekt. Es gibt keine verbindlichen Transliterationsregeln aus der arabischen Schrift. Jede Schreibweise ist richtig.
Das macht die Benutzung von Stadtplänen auch nicht einfacher. Man findet einen Strassennamen in einem Reiseführer oder einer Restaurantwerbung. Im Stadtplan wird die Strasse aber ganz anders geschrieben.
Eigentlich ein Grund Arabisch zu lernen, wenn es nicht so furchtbar schwer wäre.

Die unverbindlichen Transliterationen können manchmal ulkige Blüten treiben. Auf dem Heimweg habe ich bei einem Buchhändler die Titel von zwei Biographien gesehen. Sie waren auf arabisch, lediglich die Name der Biographierten waren in lateinischer Schrift geschrieben. Die Fotos kamen mir bekannt vor, aber wer waren "Romel" und "Heitler"?

Kairo bietet wohl doch mehr Fragen als Antworten.

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